Resilienz für RednerInnen — Gruppencoaching auf Konferenz

resilienz-rednerinnen

Metapher für Resilienz-Herausforderung.
Speziell für RednerInnen.

Brauchen Rednerinnen und Redner mehr seelische Widerstandskraft als andere Menschen? Sie trauen sich ja offenbar schon den Mund aufzumachen und Podium oder Bühne zu betreten. Sie überwinden die Auftrittsangst, stehen einigermaßen aufrecht da und halten fordernden Blicken tapfer stand. Faule Tomaten und Eier fliegen ohnehin nur in Ausnahmefällen. Wozu also auch noch dieses Modewort Resilienz in diesem Zusammenhang?

Resilienz für das Risiko originellen Redens

Wer eine Mixtur aus millionenfach angeklickten TED Talks anderer Personen wiedergeben möchte, betritt kein allzu gefährliches Fahrwasser. (Und ein guter Kurator oder eine gute Kuratorin zu sein, ist schließlich auch eine wichtige Aufgabe.) Doch wer wirklich persönliche Geschichten erzählen und oder eine neue, gewagte Idee vorstellen möchte, macht sich verletzlich. Diese exquisite Verletzlichkeit ist genau das, was die Qualität einer exzellenten Rede ausmacht. Damit ein Redner oder eine Rednerin sich diesen Tiefen und Höhen wiederholt aussetzen kann (oder auch nur will), braucht er oder sie Resilienz.

Resilienz für vor dem reden

Die Thematik Auftrittsangst und Lampenfieber ist ausreichend beackert. Klar, ein bisschen Aufregung gehört dazu und es ist immer wieder die motivierend gemeinte, doch unappetitliche Rede von einem berühmten Schauspieler, der sich vor jedem Gang auf die Bühne übergeben musste. Also auch der Gewöhnungseffekt kann für manche nur ein schwacher Trost sein. Doch vielen hilft, neben dem hoffnungsfrohen üben, schon Konzentration auf die Atmung, sich selbst zu sagen, dass sie aufgeregt sind (statt ängstlich). Neurowissenschaftliche Methoden wie zum Beispiel EFT — Klopfen — und wingwave können unterstützend wirken.

Resilienz für während dem reden

Hier passiert das, was diejenigen, die Redeangst haben, konkret oder diffus befürchten. Bei freier Rede wird der Text vergessen. Passiert. Es gibt Pöbeleien, Zwischenrufe oder kritische Blicke aus dem Publikum. Passiert. Sind Sie dann gelassen und/oder schlagfertig genug, darauf an Ort und Stelle souverän zu reagieren? Oder ist das auch Übungssache? Mir persönlich ist zumindest schon das mit dem Text vergessen, den Zwischenrufen und den Blicken passiert. Anfangs habe ich dann keine allzu gute Figur abgegeben. Inzwischen — nichts persönlich nehmen! — motivieren mich zumindest die letzten beiden Vorkommnisse, noch präsenter zu sein.

Resilienz für nach dem reden ist für vor dem reden

Nach grandiosem Scheitern oder mittelmäßigem solalala-Erfolg fühlt sich ein Redner oder eine Rednerin oft allein gelassen. Während der wilde Hormonmix von Adrenalin, Cortisol und Testosteron einen Zustand zwischen Zahnung, Pubertät und Nachgeburtsdepression beschert: Scham, Wut, Verzweiflung und schlimmer. Genau diese Erfahrungen zu nutzen, um die eigene Resilienz zu stärken und sich und die eigenen Themen besser zu finden, ist der Inhalt des Gruppencoachings, das auf der Toastmasters District 95 Frühjahrskonferenz in Berlin vorgestellt wird. Hier treffen sich die Mitglieder des Rhetorikclubs aus dem Norden und Osten Europas für die Entscheidungsphase des Wettbewerbs Internationale Rede und Bewertungsrede. Und um an ausgewählten Workshops teilzunehmen.

Am 19. Mai 2017 um 13 Uhr 30 stelle ich dort die Kurzversion des Resilienz für RednerInnen-Gruppencoachings vor. Ich danke für die Einladung und bin freudig aufgeregt.

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