Haben Sie eine Selbstmarketing-Blockade?

Selbstmarketing-Blockade: Mehr Selbst-Bewusstsein befreit

Blockaden erschweren das eigene Wachstum. Unnötigerweise. ©Depositphotos.com/naticastillog

Wenn Sie schon bei dem Wort „Selbstmarketing“ in eine Schreckstarre verfallen, ein flaues Gefühl im Magen bekommen oder sich Ihre Fußnägel spürbar hochrollen, dann begreifen Sie sogar körperlich, was eine Selbstmarketing-Blockade ist.

Schon der Gedanke an die Vermarktung der eigenen Person (im Sinne des Marketings für ein Produkt oder eine Dienstleistung), löst das Gefühl unerträglicher Peinlichkeit aus. Doch bleiben wir sachlich: „Selbstmarketing-Blockade“ ist keine medizinische Diagnose. Was also ist so schlimm an der Vorstellung, „sich selbst verkaufen“ zu müssen? Das Wort „verkaufen“? Im Grunde verkaufen Sie doch auch Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin, gelegentlich etwas im Haushalt zu tun. Oder Ihren KollegInnen, dass Sie „ausnahmsweise früher gehen“ müssen.

Der innere Widerstand, die Blockade, gegen Selbstmarketing scheint größer zu sein. Weil es darum geht, sichtbar zu werden? Offen zu sich und seinen Leistungen zu stehen? Weil „man (und erst recht frau) das nicht macht“? Weil wir uns schon am Familientisch wegduckten? Oder weil unser Nervenkostüm so sehr anders ist als das von anderen Menschen? Tatsächlich fällt das Selbstmarketing vielen Introvertierten, Hochsensiblen und Schüchternen schwerer als extravertierten, wenig sensiblen DraufgängerInnen. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel. Selbst der lauteste Macher kann plötzlich leise werden, wenn er gebeten wird, das zu benennen, was ihn wirklich auszeichnet, was er wirklich für andere tun kann, ihn einzigartig macht. Selbstmarketing heißt heute nämlich weniger Marktgeschrei, als viel mehr: Selbstkenntnis, Selbst-Bewusstsein, feines Kommunikationsbewusstsein und, na gut, eine gewisse Tatkraft gehört ebenfalls dazu.

Eine „Blockade“ bedeutet im Militär: das Abschneiden von Versorgungswegen. In der vergleichsweise friedlichen Osteopathie bedeutet es: eine funktionelle Dysfunktion, im Gegensatz zu einer strukturellen Dysfunktion. Also: das Gelenk ist nicht wirklich kaputt, ihm fehlt es lediglich an Beweglichkeit. Im Selbstmarketing umfasst das Wort „Blockade“ beide Bedeutungen, die militärische und die osteopathische. Denn Selbstmarketing ist inzwischen für viele Menschen existentiell wichtig, eben auch in dem Sinne, dass genügend gutes Essen auf den Tisch kommt. Und gleichzeitig wissen wir, rein strukturell, was genau wir unternehmen sollten, haben das Hirn, die Hände, den Computer, das Telefon und das Adressbuch dazu – machen es aber funktionell trotzdem nicht. Das ist eine Selbstmarketing-Blockade. Haben Sie etwa eine? Machen Sie hier den Test.

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