Drei Denk- und Verhaltensmuster zum Abgewöhnen. Heute: Sich vergleichen

Meine Einzigartigkeit und mein Selbstmarketing

Zuviel ‚ranking‘ + zuwenig ‚linking‘ = kalte Welt. ©depositphotos.com/ladyann

Wer ist stärker, statushöher, reicher, besser, berühmter, älter, jünger, schlauer oder einfach nur: schöner? Mit derartigen Gedankengängen machen sich gerade schüchterne Menschen Leben und Beruf schwer. Wer genau hindenkt merkt, diese Sätze sind nur Varianten des ewigen selbstquälerischen Nervenbahnendauerbrenners: Was denken andere über mich?

Wer sich intern ernsthaft auf sich vergleichen einlässt, derartige Wettbewerbe werden auf englisch ranking genannt, kann nur verlieren. Unabhängig davon, ob er oder sie momentan, wie bei den Affen, Hühnern oder in Organisationen, als Alpha, Beta oder Omega vorne oder hinten, oben oder unten liegt. Natürlich sind Hierarchien, Status und Wettbewerb auch Realität, doch wenn ranking die einzige Perspektive zur Betrachtung der Welt wird, verursacht das Schmerz, nimmt Spaß, Motivation und Liebe. Menschen mit geringem Selbstwertgefühl schätzen sich ohnehin unrealistisch niedrig auf den infrage kommenden Skalen ein. Anders gestrickte Persönlichkeiten, die vielleicht sogar wirklich momentan „on top ranken“, werden schon noch den Moment erleben, in dem sich auch das ändert. Aua. Alles fließt. Also: auf dem Weg nach oben freundlich zu anderen sein, da wir ihnen auf unserem Weg nach unten wieder begegnen. Wer das nur für einen Spruch hält, sei auf TV-Reality-Formate wie ‚Undercover Boss‘ hingewiesen. Die neue Praktikantin könnte in Wahrheit Ihr Ober-Chef sein! Oder zumindest die Nichte des wichtigsten Kunden. Auch ohne versteckte Kameras gilt: Wir wissen nicht, wo Gott wohnt.

Die effektivste Lösung gegen unnötiges Vergleichen

herz haben hilft gegen sich vergleichen und beim Selbstmarketing

Lieber sich verbinden als sich vergleichen.

Gibt es ein Gegenmittel gegen ranking? Ja, linking (sich verbinden), andere Menschen wirklich kennenlernen und sie unterstützen wollen. Unabhängig von deren Status oder dem eigenen. Probieren Sie es einfach mal aus, wenn Sie möchten. Finden sie den Schalter, wahlweise konkret in Ihrem präfrontalen Kortex, dort vorne links, oder auch in Ihrem Herzen. Legen Sie diesen Schalter um und wenden Sie sich nun dem nächstsitzenden Kommunikationsobjekt zu. Wenn Sie gerade alleine sitzen, rufen Sie jemanden an und kommen Sie ins Gespräch. Wie fühlen Sie sich wohler? Beurteilend oder mitfühlend?  Und wie würden Sie lieber behandelt werden?

Ihre Einzigartigkeit ist eben unvergleichlich und die anderer ebenso. Was das mit Ihrem Selbstmarketing zu tun hat? Lesen Sie hier.

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